Thema:Migration-Integration
Ich schmuggle mich da rein!
[SOS Mitmensch] Limited Lounge. So heißt der Gastgarten mit Kulturprogramm für "Illegale", den SOS Mitmensch vom 19. August bis 24. September vor dem Museumsquartier betreibt.
Limited Lounge Website
Die Limited Lounge ist ein mit Grünpflanzen umzäunter Kultur-Gastgarten auf der Mariahilfer Straße vor dem Wiener Museumsquartier. Im Inneren werden vom 19. August bis zum 24. September täglich pfiffiges Kultur-Programm, gastliche Liege- und Lümmelstühle sowie kühle Erfrischungen geboten. Diesen Spätsommer der perfekte Ort zum stylischen Abhängen. Der Ort, wo alle hinwollen.
Doch Vorsicht! Der Eingang zur Limited Lounge ist ein riesiges, verschlossenes Eisentor. Wer hinein will, muss eine Entscheidung treffen, die vom Prinzip her der von Flüchtlingen und MigrantInnen gleicht: Bleib ich draussen, oder geh ich zwischen den Günpflanzen rein - und zwar illegal? Immerhin ohne die existenzielle Gefährdung, die AsylwerberInnen und MigrantInnen eingehen müssen.
KünstlerInnen gegen Stimmenmaximierung durch Sündenbock-Politik
Viele KünstlerInnen steuern einen kostenlosen Auftritt zu dieser Aktion bei und stellen sich damit an die Seite jener Bevölkerungsgruppen, auf deren Rücken auch gerade jetzt wieder Politik gemacht wird. Sie machen klar, dass Sündenbock-Politik zur Stimmenmaximierung kein Kaviliersdelikt darstellt. In Vorbereitung sind Auftritte von Musikgruppen, DJ-Sets, Kabarett, Tanz, aber auch mehrere Diskussionsveranstaltungen zum Thema. Das genaue Programm wird Anfang August bekannt gegeben und kann dann auf der Website www.limitedlounge.at nachgelesen werden.Hinterfragen von Wahrnehmungsmustern
Die Limited Lounge ist eine Intervention der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch in Kooperation mit dem Kulturverein Pura Vida. Durch Perspektivenwechsel werden Bezeichnungspraxen und Wahrnehmungsmuster gegenüber MigrantInnen und Flüchtlingen hinterfragt. Das Faktum, dass es in Österreich keinen ganz legalen Weg zum Asylansuchen mehr gibt macht klar, dass die Bezeichnung von Flüchtlingen als "Illegale" eine systematische Denunzierung darstellt.Die Idee zu diesem Projekt sowie das große Eisentor stammen vom Künstler Justus Lück. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Unternehmen und Einrichtungen. Das Wiener Stadtgarten-Amt stellt die Grünpflanzen, die EZA-Weltläden, Pfanner, Pernot Ricard und Gasteiner spendieren Getränke, Ottakringer und O-Ton beteiligen sich an der Aktion mit der Bereitstellung von Infrastruktur.







