Thema:Migration-Integration

Kritik am ORF für drastische Kürzungen der Minderheiten- und MigrantInnen-Fernsehsendungen

[Dokumentation] Initiative Minderheiten gegen geplante Kürzungen von "Heimat, fremde Heimat, DOBER DAN, KOROŠKA und DOBER DAN, HRVATI"


Initiative Minderheiten

Als "schlichtweg skandalös" bezeichnete die Generalsekretärin der Initiative Minderheiten, Cornelia Kogoj, die geplanten Kürzungen der Sendungen HEIMAT, FREMDE HEIMAT, DOBER DAN, KOROŠKA, DOBER DAN, HRVATI in ihrer Laudatio bei der heutigen Preisverleihung des "Interkulturpreises" durch Bundesministerin Claudia Schmidt.

Aufgrund der Sparmaßnahmen will der ORF die einzigen Minderheiten- und MigrantInnen-Fernsehsendungen auf ein monatliches Format reduzieren, und das im "Jahr des interkulturellen Dialogs".

Medien bilden ein Forum für öffentliche Auseinandersetzung und Meinungsbildung. Über die Herstellung von Öffentlichkeiten werden in parlamentarischen Demokratien Interessen artikuliert und durchgesetzt. Medien sind dabei ein zentraler Faktor, weil sie Informationen verteilen, aufgrund derer BürgerInnen nicht zuletzt ihr demokratisches Stimmrecht wahrnehmen können.

Der Zugang zu Medienproduktion - und damit zur Teilnahme am politischen Diskurs - stellt in demokratischen Gesellschaftsformen ein Grundrecht dar. Diese - zum Teil mehrsprachigen - Sendungen sind ein wichtiger Beitrag zur politischen Selbstbestimmung von Volksgruppen und MigrantInnen. In Kärnten sind diese Sendungskürzungen Zeichen einer allgemeinen "Deutschmachung".

Die Initiative Minderheiten fordert daher, die geplanten Kürzungen wieder rückgängig zu machen und die Sendeformate auszuweiten.

Die Interkulturpreise gingen an SOHO in Ottakring und an M-Media - Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit.



 
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