Thema:Antirassismus
Roma-Attacke wegadministrieren?
[SOS Mitmemsch] Schwere Vorwürfe gegen die Lienzer Polizei: Die Attacke auf Roma solle offensichtlich wegbürokratisiert werden, kritisiert SOS Mitmensch. Die Polizei brachte bislang keine Sachverhaltsdarstellung bei Staatsanwaltschaft ein.
Nach der Attacke auf durchreisende Roma in Osttirol erhebt die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch nun Vorwürfe gegen die Lienzer Polizei.
"Es ist völlig inakzeptabel, dass die Polizei nach dem Vorfall keine Anzeige erstattet hat", kritisiert Sprecher Philipp Sonderegger: "Wir erwarten, dass der Sachverhalt von der Polizei gründlich erhoben und von der Staatsanwaltschaft insbesondere auf Nötigung,Verhetzung und Sachbeschädigung geprüft wird."
Zeugenaussagen stellen den Vorfall so dar, dass zumindest vier Jugendliche mit Stangen und Händen auf die parkenden Wohnwagen der Roma eingeschlagen hätten. Dabei seien Parolen wie "Zigeuner raus" und "Dieses Gesindel brauchen wir hier nicht" gerufen worden. Entgegen Polizeiangaben ging laut Aineter Bürgermeister Karl Poppeller eine Wohnwagenscheibe zu Bruch.
"Es ist der schale Eindruck entstanden, dass die Lienzer Polizei den Vorfall wegbürokratisieren will und über einige strafrechtlich relevante Umstände hinweg gesehen hat", so Sonderegger.







