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27. Okt. 2025

2.500 Minderjährigen droht in Wien Rauswurf aus der Mindestsicherung!

SOS Mitmensch hat Zahlen recherchiert, wonach sich unter den 10.000 subsidiär Schutzberechtigten, denen mit Anfang des kommenden Jahres der Rauswurf aus der Wiener Mindestsicherung droht, fast 2.500 Minderjährige befinden. Damit ist klar, dass der Mindestsicherungsausschluss zu einem massiven Schub bei der Kinderarmut führen wird! Darüber hinaus sind auch chronisch Kranke, pflegebedürftige und betreuende Menschen überproportional betroffen.

 

--> Jetzt dringend unterzeichnen: Kein Ausschluss aus der Mindestsicherung!

 

Jede vierte betroffene Person minderjährig

„Das Zerreißen des untersten sozialen Netzes trifft die Kinder am allerhärtesten. Jede vierte subsidiär schutzberechtigte Person in der Mindestsicherung ist minderjährig. Die gesundheitliche und soziale Entwicklung dieser jungen Menschen ebenso wie ihre Bildungschancen werden massiv beeinträchtigt“, appelliert SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak eindringlich an die Stadt Wien, die jungen Menschen nicht im Stich zu lassen. Kinderarmut zu verstärken sei nicht nur unmenschlich, sondern auch zutiefst unvernünftig, denn es verschärfe Probleme und habe negative Auswirkungen auf die ganze Stadt, erklärt Pollak.

 

180-Grad Wende von Wien

Pollak verweist darauf, dass die Wiener Stadtregierung dabei sei, eine nicht nachvollziehbare 180 Grad-Wende zu vollziehen. „Das Kuriose ist, dass es gerade die Stadt Wien war, die bis vor kurzem eine Vielzahl an schlüssigen Argumenten gegen die Verschärfung von Kinderarmut vorgebracht hat“, verweist Pollak auf frühere Stellungnahmen der Wiener Landesregierung gegen die Kürzung der Mindestsicherung.

 

Wien zitierte Kinderarmutsforschung

So habe das Amt der Wiener Landesregierung im Jänner 2018 ausgeführt, dass „die Kürzung der Mindestsicherung Familien überproportional trifft und die Kinderarmut vergrößern und insbesondere die Perspektiven von Kindern schmälern wird“. Und die Stadt Wien zitierte die Kinderarmutsforschung: „Aus der Kinderarmutsforschung ist bekannt, dass sich Armutsphänomene äußerst nachteilig auf die gesundheitliche, soziale und kulturelle Entwicklung von Kindern auswirken. Von Armut betroffene Eltern sind zudem aufgrund der damit einhergehenden Stressfaktoren häufig weniger gut in der Lage, sich um die Bedürfnisse ihrer Kinder zu kümmern. Kinderarmutsprävention stellt aus dieser Perspektive nicht nur die beste und nachhaltigste, sondern letztendlich auch billigste Prävention im Kinderschutz dar."

 

Petition gestartet

SOS Mitmensch hat eine Petition gegen den drohenden Ausschluss von Schutzberechtigten aus der Mindestsicherung gestartet. Bislang haben mehr als 3.500 Menschen unterzeichnet. „Niemand verleugnet den aktuellen Spardruck, doch es ist die menschenfeindlichste und teuerste Form des Sparens, armutsgefährdete Menschen, und insbesondere Kinder, in dramatische existenzielle Nöte zu stürzen. Das ist nicht nur eine Katastrophe für die direkt Betroffenen, sondern schadet unserem ganzen Land“, so Pollak.

 

 

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