SOS Mitmensch-Preisverleihung 2026: Fotonachlese eines bewegenden Abends!
In einer stimmungsvollen und emotional berührenden mehrsprachigen Zeremonie hat SOS Mitmensch im vollen Wappensaal des Wiener Rathauses zum 21. Mal den Zivilcourage-Preis von SOS Mitmensch verliehen. Ausgezeichnet wurden der Kärntner Bürgermeister Bernard Sadovnik und die Regisseurin Olga Kosanović. Sadovnik wurde für seine jahrzehntelangen Dialogbemühungen zwischen der slowenischen Volksgruppe und der Mehrheitsbevölkerung ausgezeichnet. Kosanović erhielt die Ehrung für ihren mutigen Einsatz für ein faires Staatsbürgerschaftsrecht. Die Preisreden hielten die „Initiative Minderheiten“-Geschäftsführerin Cornelia Kogoj und die Journalistin und Autorin Solmaz Khorsand. Der Abend wurde von der Burg-Schauspielerin und SOS Mitmensch-Vorsitzenden Zeynep Buyraç moderiert. Die Preise waren mit insgesamt 2.000 Euro dotiert. Fotos: Victoria Nazarova

Ein Abend voller bewegender Momente, Courage, Haltung und Herz im bis auf den letzten Platz gefüllten Wappensaal des Wiener Rathauses. Bernard Sadovnik und Olga Kosanović wurden in einer mehrsprachigen Zeremonie mit den diesjährigen SOS Mitmensch-Preisen für Zivilcourage geehrt – für ihren Beitrag zu Dialog, Aufklärung und gleichen Rechten sowie zur Überwindung von Spaltung. Im Bild v.l.n.r.: Gerlinde Affenzeller, Bernard Sadovnik, Olga Kosanović, Solmaz Khorsand, Cornelia Kogoj, Zeynep Buyraç, Alexander Pollak.

Mit herzlichen und würdigenden Worten eröffnete LAbg. Luise Däger-Gregori im Namen von Bürgermeister Michael Ludwig die Preisverleihung.

Burg-Schauspielerin und SOS Mitmensch-Vorsitzende Zeynep Buyraç führte stimmungs- und kraftvoll durch den Abend.

Im vollen Wappensaal des Wiener Rathauses wurde der SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage in feierlichem Rahmen verliehen. Wir danken dem Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig für den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft.

SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak begründet im Namen der Menschenrechtsorganisation die Auszeichnung für die Regisseurin Olga Kosanović, aufgrund ihres couragierten Kampfes für einen fairen Zugang zur Staatsbürgerschaft.

Beeindruckende, inspirierende und nachdenklich machende Laudatio der Journalistin und Autorin Solmaz Khorsand für Zivilcourage-Preisträgerin Olga Kosanović.

Ein bewegender Moment: Feierliche Entgegennahme des Zivilcourage-Preises von SOS Mitmensch durch Olga Kosanović. Mit ihrem Film "Noch lange keine Lipizzaner" hat die Regisseurin zigtausende Menschen in Österreich erreicht und für das Einbürgerungsthema sensibilisiert.

Berührende und kraftvolle Dankesrede von Zivilcourage-Preisträgerin Olga Kosanović. Sie betont noch einmal die große Bedeutung des Einsatzes gegen die ausgrenzende Nichteinbürgerungspolitik und für den Zugang zur Staatsbürgerschaft für hier lebende Menschen.

SOS Mitmensch-Geschäftsführerin Gerlinde Affenzeller erklärt im Namen des SOS Mitmensch-Vorstands die Zivilcourage-Auszeichnung des zweiten Preisträgers des Abends, des Kärntner Bürgermeisters Bernard Sadovnik, für seinen mutigen und unerschütterlichen Einsatz für Dialog, Versöhnung und Volksgruppenrechte. Und für sein klares Auftreten gegen den rechtswidrigen Polizeieinsatz an der Gedenkstätte Peršmanhof.

Berührende mehrsprachige Laudatio der "Initiative Minderheiten"-Geschäftsführerin Cornelia Kogoj für Zivilcourage-Preisträger Bernard Sadovnik, mit wichtigen persönlichen und historischen Eckpunkten.

Emotionale Preisübergabe von SOS Mitmensch-Geschäftsführerin Gerlinde Affenzeller an Bernard Sadovnik.

Ein weiterer bewegender Moment an einem emotionalen Abend.

Dankesrede von Zivilcourage-Preisträger Bernard Sadovnik mit mehrsprachigen Elementen und einem starken Appell an die Einhaltung der Menschenrechte und der Volksgruppenrechte in Österreich, nicht nur in Bezug auf die slowenische Volksgruppe, sondern auch betreffend die Volksgruppe der Roma und Sinti.

Standing Ovations vom bewegten Publikum! Darunter Vizekanzler Andreas Babler, Vizekanzler a.D. Werner Kogler sowie weitere hochrangige politische Vertreter:innen aus dem Nationalrat und dem Wiener Landtag.

Miloš Todorovski und Oscar Antolí begleiteten den Abend mit stimmungsvoller Musik – ein berührender Klang, der den Raum erfüllte und den Abend unvergesslich machte.

Abschlussworte der SOS Mitmensch-Vorsitzenden Zeynep Buyraç, mit einem flammenden Appell zur Stärkung der freien und kritischen Zivilgesellschaft!

Mit guter Laune, lebhaften Gesprächen und dem gemeinsamen Gefühl von Zusammenhalt und Mut klingt der berührende Preisverleihungs-Abend aus...

...inklusive einer spontanen Chor-Gesangseinlage auf Slowenisch. Was für ein großartiger und denkwürdiger Abend!
Informationen zu den Zivilcourage-Preisträger:innen:
Bernard Sadovnik: Couragiertes Eintreten für Dialog und Versöhnung
Bernard Sadovnik ist der einzige Bürgermeister der slowenischen Volksgruppe in Kärnten. Er ist direkter Nachkomme jener Familie, die von der SS am Peršmanhof ermordet wurde. Sadovnik setzt sich seit vielen Jahren couragiert und engagiert für Dialog und Versöhnung zwischen der autochthonen slowenischen Volksgruppe und der Mehrheitsgesellschaft in Österreich sowie für die Umsetzung der Volksgruppenrechte ein. Nach dem rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen ein friedliches antifaschistisches Jugendcamp an der Gedenkstätte Peršmanhof, hat er sich um eine kritische Aufarbeitung bemüht. „Sadovnik zeigt seit Jahrzehnten auch in aufgeheizten Zeiten unerschütterlich Haltung und Rückgrat bei seinem Engagement für ein gutes Zusammenleben der Menschen in Kärnten. Er findet klare Worte, wenn es um Menschenrechte, Demokratie und ein faires Miteinander geht. Als es zum skandalösen rechtswidrigen Polizeieinsatz am Peršmanhof kam, hat er sich um eine rasche und kritische Aufarbeitung bemüht“, begründet Gerlinde Affenzeller, Geschäftsführerin von SOS Mitmensch, die Zivilcourage-Auszeichnung für Sadovnik.

Olga Kosanović: Kampf für faires Staatsbürgerschaftsrecht
Olga Kosanović hat ihre eigene hürdenreiche Staatsbürgerschaftsgeschichte und damit auch die Geschichte hunderttausender anderer in Österreich lebender Menschen zum Thema gemacht. Mit ihrem Dokumentarfilm „Noch lange keine Lipizzaner“, der sich mit den gesetzlichen und bürokratischen Restriktionen und Schikanen beim Zugang zur Staatsbürgerschaft auseinandersetzt, hat sie zigtausende Menschen erreicht. „Österreich gehört in Europa zu den absoluten Schlusslichtern beim Zugang zur Staatsbürgerschaft. Olga Kosanović kämpft seit Jahren für eine Schubumkehr in Richtung faires Staatsbürgerschaftsrecht, insbesondere für hier geborene und hier aufgewachsene Menschen. In der aktuell von negativer Stimmungsmache aufgeheizten Stimmung, hat sie in mutiger Weise ihre eigenen Erfahrungen als Ausgangspunkt genommen, um einen wichtigen Beitrag für eine inklusive Demokratie zu leisten“, begründet Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, die Zivilcourage-Ehrung für Kosanović.

Akzeptanz und gleiche Rechte stärken
SOS Mitmensch will mit der Vergabe des diesjährigen Zivilcourage-Preises sowohl Akzeptanz und Dialog zwischen den Menschen in Österreich stärken als auch den Einsatz für ein faires Einbürgerungsrecht und eine inklusive Demokratie unterstützen. Es ist derzeit mehr denn je notwendig, sich über aufwiegelnde Stimmungsmache hinwegzusetzen und ein von Respekt, gleichen Rechten und Teilhabe geprägtes Zusammenleben zu fördern. Darüber hinaus will SOS Mitmensch ein klares Zeichen setzen, dass rechtswidrige Polizeiaktionen gegen antifaschistischen Aktivismus, wie bei der Gedenkstätte Peršmanhof, klar abzulehnen sind.
Laudationes von Kogoj und Khorsand
Die Reden zu Ehren der Preisträger:innen hielten die Geschäftsführerin der „Initiative Minderheiten", Cornelia Kogoj, und die Journalistin und Autorin Solmaz Khorsand. Die Veranstaltung wurde von der Burg-Schauspielerin und SOS Mitmensch-Vorsitzenden Zeynep Buyraç moderiert. Die Zivilcourage-Preise von SOS Mitmensch sind heuer mit insgesamt 2.000 Euro dotiert.
SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage und bisherige Preisträger*innen
Der Zivilcourage-Preis von SOS Mitmensch wurde 1999 ins Leben gerufen, um mutigen Personen und Initiativen Rückhalt zu geben. Preisträger:innen waren bislang: Ute Bock, Gertrude Hennefeld, Vinzipfarrer Wolfgang Pucher, der Sozialarbeiter Bülent Öztöplu, die Plattform Gerechtigkeit für Seibane Wague, LEFÖ, Ehe ohne Grenzen, die Bleiberechtsplattform Oberösterreich, Elias Bierdel, fünf junge Anti-Abschiebeaktivist:innen, der Polizist Uwe Sailer, die Refugees in der Votivkirche, Siegfried Stupnig, die Initiative „Flucht nach vorn“, die Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann, die Initiative „Refugee-Convoy“, die beiden Holocaust-Überlebenden Helga Feldner-Busztin und der inzwischen verstorbene Rudolf Gelbard, die ehemalige Skirennläuferin Nicola Werdenigg, der Verein „maiz/das kollektiv“, SOS Balkanroute, Fairness Asyl, Schwester Maria-Andreas Weißbacher, die Schüler:innen Tierra Rigby und Theo Haas, IG24, der Verein Queer Base, Imam Ramazan Demir und Rabbiner Schlomo Hofmeister, der Verein „Nachbarinnen in Wien“, die Lehrerin Ilkay Idiskut sowie das Satiremedium „Die Tagespresse“.
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