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16. Okt. 2025

SOS Mitmensch-Appell: 10.000 Menschen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen!

SOS Mitmensch richtet den eindringlichen Appell an die Stadt Wien, den angekündigten Ausschluss von subsidiär Schutzberechtigten von der Mindestsicherung nicht umzusetzen. Der Entzug der Mindestsicherung hätte zur Folge, dass 10.000 Frauen, Männern und Kindern buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen würde, so die Menschenrechtsorganisation.

 

Menschen nicht ins soziale Elend stürzen

„Menschen in existenzielle Nöte zu katapultieren ist das menschenfeindlichste und teuerste Sparen. Wem nutzt es, wenn Mieten nicht mehr bezahlt und Kinder nicht mehr ausreichend versorgt werden können? Die menschlichen, sozialen und finanziellen Folgekosten sind weit höher als die anvisierten kurzfristigen Spareffekte“, so SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak. Eine Stadt wie Wien, die sich selbst als soziale Stadt und als Menschenrechtsstadt definiert, dürfe nicht so sparen, dass Menschen ins soziale Elend gestürzt werden, appelliert Pollak.

 

Angekündigte Maßnahme zurücknehmen

„Bei allem Respekt für den Spardruck, es ist absurd zu glauben, dass es ein Gewinn wäre, wenn Familien delogiert werden müssen und in Elendsquartieren oder im schlimmsten Fall auf der Straße landen. Man muss nur eine Sekunde innehalten und daran denken, was das mit den betroffenen Kindern macht, um zu erkennen, dass das der falsche Weg ist“, ruft Pollak die Stadtregierung zur Rücknahme der angekündigten Maßnahme auf.

 

Nach unten Treten löst kein einziges Problem

Scharfe Kritik übt SOS Mitmensch auch an der mangelnden Solidarität der anderen Bundesländer, die bereits zuvor subsidiär Schutzberechtigte von der Sozialhilfe ausgeschlossen haben. „Das nach unten Treten auf die, die am wenigsten haben, hilft niemandem und löst kein einziges Problem. Ganz im Gegenteil, für die, die es direkt trifft, ist es ein Wahnsinn, und auch auf den Rest des Landes schlägt diese soziale und menschliche Kälte negativ zurück“, so Pollak abschließend.

 

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