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05. Nov. 2025

FPÖ verhöhnt die tatsächlichen Opfer des Nationalsozialismus!

SOS Mitmensch wirft der FPÖ vor, mit der Ehrungsveranstaltung für den Antisemiten und NSDAP-Angehörigen Franz Dinghofer und der Bezeichnung von Dinghofer als „Opfer des NS-Regimes“, die tatsächlichen NS-Opfer zu verhöhnen. Dass die FPÖ jetzt versuche, Dinghofer auf eine Stufe mit jenen Menschen zu stellen, die vom NS-Regime brutalst verfolgt und massenweise ermordet wurden, sei eine unentschuldbare Verdrehung der Geschichte, kritisiert die Menschenrechtsorganisation.

 

Nazi wird als "NS-Opfer" bezeichnet

„Es ist schlicht und ergreifend widerlich, wie die FPÖ an ihrer Verehrung für einen Antisemiten, Nazi und Arisierungs-Profiteur festhält und diese schönredet. Dass sie jetzt auch noch versucht, Dinghofer als NS-Opfer darzustellen, schlägt dem Fass jedoch den Boden aus. Das kommt einer Verhöhnung der tatsächlichen NS-Opfer gleich“, zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, über das FPÖ-Vorgehen fassungslos.

 

Historische Untersuchung belastet Dinghofer schwer

Pollak verweist auf historische Untersuchungen, die zum klaren Schluss gekommen seien, dass Dinghofer im Laufe seiner politischen Karriere mehrfach und radikal antisemitisch aufgetreten und Mitglied von Organisationen mit "Arierparagraphen" gewesen sei. Darüber hinaus sei Dinghofer ein Arisierungs-Profiteur gewesen und er sei nachweislich der NSDAP beigetreten.

 

Dinghofer konnte sich im NS-Staat Entschädigung erstreiten

Dass Dinghofer ein halbes Jahr vor seiner offiziellen Pensionierung von seinem Posten als OGH-Präsident zurücktrat und, so wie viele andere, gegen eine Entschädigung Grundbesitz an die „Hermann Göhring Werke“ abgeben musste, mache ihn noch lange nicht zu einem NS-Opfer, so Pollak. Dinghofer habe sogar das Privileg gehabt, sich im NS-Staat vor Gericht eine Erhöhung der Entschädigung für sein Grundstück erstreiten zu können und sich ein neues Grundstück in Bad Ischl sowie ein Haus in Wien, das geflüchteten Juden gehörte, anzuschaffen, kein NS-Opfer hätte das tun können, betont Pollak.

 

Forderung nach Absage der Veranstaltung und Rücktritt des Nationalratspräsidenten

SOS Mitmensch unterstützt die Forderung von zahlreichen Historikerinnen und Historikern nach einer Absage des "Dinghofer-Symposiums" im Parlament. „Unser Parlament darf nicht zum Ort der Glorifizierung von Personen werden, die als Anhänger verbrecherischer Ideologien aufgetreten sind, Dass Nationalratspräsident Rosenkranz so eine Glorifizierungs-Veranstaltung mitbetreibt und forciert, noch dazu in unmittelbarem Umfeld zum Gedenken an das Nazi-Novemberpogrom, zeigt einmal mehr, dass er für seine Funktion ungeeignet und für das Parlament eine Schande ist“, fordert Pollak den Rücktritt des Nationalratspräsidenten.

 

 

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