Protest gegen schändliche Nazi-Ehrung im Parlament!
SOS Mitmensch unterstützt den Protest zahlreicher namhafter Historiker:innen gegen die Ehrung eines Nazis und Antisemiten im österreichischen Parlament. Unter dem Schutz und der Einladung von FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz soll am 11. November ein Symposium zu Ehren des verstorbenen Politikers Franz Dinghofer stattfinden. Dinghofer war laut den Recherchen von Historiker:innen NSDAP-Mitglied und glühender Antisemit, der schon als Gemeinderat in Linz den „Auszug" der jüdischen Bevölkerung aus der Stadt vorgeschlagen hatte.
Schändliche "Werte"
„Es ist unfassbar und inakzeptabel, welche schändlichen „Werte“ Rosenkranz in seiner Funktion als Nationalratspräsident forciert. Unser Parlament darf nicht zum Ort der Glorifizierung von Personen werden, die als Anhänger verbrecherischer Ideologien aufgetreten sind. Wir haben aus gutem Grund eindringlich vor der Wahl von Rosenkranz zum Nationalratspräsidenten gewarnt", kritisiert SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak die geplante Abhaltung des Dinghofer-Symposiums im Parlament scharf.
Gedenken an Nazi-Novemberpogrom überschattet
Als extreme Provokation bezeichnet Pollak die Tatsache, dass das von FPÖ-Politikern getragene Symposium in unmittelbarem zeitlichem Umfeld zum Gedenken an das Nazi-Novemberpogrom stattfinden soll. Auch die Historiker:innen betonen: „Dass einen Tag nach dem Gedenken an die Nacht, als Nazis Synagogen und jüdische Einrichtungen zerstörten, jüdische Bürgerinnen und Bürger töteten, misshandelten, im gleichen Haus eine Veranstaltung mit dem Namen eines Antisemiten und Nazis wie Dinghofer abgehalten werden kann, ist erschreckend - und unverständlich."
Historiker:innen fordern Absage
In ihrer gemeinsamen Resolution fordern die Historiker:innen die Absage des Symposiums im österreichischen Parlament: „Wir Historikerinnen und Historiker sehen im Symposion vor allem an diesem Veranstaltungsort und zu diesem Zeitpunkt einen Kontrapunkt zu all den Bemühungen, die die Republik Österreich, das österreichische Parlament und die österreichische Zivilgesellschaft in der Bekämpfung des Antisemitismus geleistet haben. Wir fordern daher die Absage des Symposiums in den Räumlichkeiten des österreichischen Parlaments.“
Auch SOS Mitmensch ruft zur Absage der Veranstaltung auf!

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