SOS Mitmensch-Bericht: 94 rechtsextreme FPÖ-Verflechtungen allein im ersten Halbjahr 2026!
SOS Mitmensch hat im ersten Halbjahr 2026 mehr als 90 rechtsextreme Vernetzungs- und Förderaktivitäten der FPÖ dokumentiert. Das ist ein neuer Höchststand! Besonders hervorstechend sei die fortschreitende und brandgefährliche Verbrüderung von Teilen der FPÖ mit den unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehenden rechtsextremen „Identitären“, so SOS Mitmensch.
--> Dossier mit 550 FPÖ-Rechtsextremismus-Verflechtungen zum Herunterladen
FPÖ als Vernetzungsanstalt für verfassungsgefährdende Szenen
„Die jüngst bekanntgewordene Unterstützung der FPÖ für ein völkisches Unterschriftenprojekt von „Identitären“-Chef Sellner ist nur die Spitze eines viel größeren Eisbergs. Die FPÖ hat sich zu einer umfassenden Vernetzungsanstalt für verfassungsgefährdende Szenen, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, entwickelt“, so SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak. Neben der Verschmelzung mit Akteuren der rechtsextremen „Identitären“ würden auch Empfänge für rechtsextreme Akteure aus Deutschland sowie Förderaktivitäten für rechtsextremistische und zum Teil auch antisemitische Medienkanäle ins Auge stechen, so Pollak.

Grafik SOS Mitmensch: FPÖ-Rechtsextremismus-Verflechtungen 2014 bis 1. Halbjahr 2026
94 rechtsextreme Verflechtungspunkte im ersten Halbjahr 2026
SOS Mitmensch hat für die vergangenen zwölfeinhalb Jahre insgesamt mehr als 550 Verflechtungen der FPÖ mit rechtsextremen und verfassungsgefährdenden Szenen dokumentiert. Im Jahr 2025 war mit 168 Verflechtungen ein neuer absoluter Höchststand erreicht worden. Heuer wurden allein im ersten Halbjahr bereits 94 rechtsextreme Verflechtungspunkte registriert, so viele wie noch nie innerhalb von 6 Monaten.
Viele hochrangige FPÖ-Politiker:innen involviert
Besonders hervorstechend seien diesbezüglich der FPÖ-EU-Abgeordnete Gerald Hauser, FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sowie FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl gewesen, so SOS Mitmensch. Hauser sei sogar so weit gegangen, sich mit dem Chef der rechtsextremen „Identitären“ bei einem gemeinsamen Video-Auftritt zu verbrüdern. Darüber hinaus seien auch zahlreiche weitere hochrangige FPÖ-Vertreter:innen, wie etwa Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, Generalsekretär Michael Schnedlitz oder Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, im ersten Halbjahr 2026 in Rechtsextremismus-Vernetzungen involviert gewesen, so SOS Mitmensch.
Breites Spektrum an rechtsextremen Vernetzungs- und Förderaktivitäten
Die von SOS Mitmensch dokumentierten FPÖ-Rechtsextremismus-Verflechtungen umfassen unter anderem die aktive Mitgliedschaft in rechtsextremen Verbindungen, gemeinsame Auftritte und Vernetzungstreffen mit Rechtsextremisten, das finanzielle Fördern rechtsextremer und antisemitischer Medienkanäle sowie Aufträge und Beschäftigungsverhältnisse für Personen aus der radikal rechtsextremen Szene.
Gefahr durch verfassungsgefährdende Szenen
SOS Mitmensch-Sprecher Pollak warnt eindringlich vor der Gefahr für Demokratie und Freiheit, die mit verfassungsgefährdenden Szenen verbunden sei. „Nur Parteien und Personen, die nicht mit verfassungsfeindlichen Szenen verflochten sind, sollten mit machtvollen politischen Ämtern der Republik ausgestattet werden“, fordert Pollak.

Jetzt den SOS Mitmensch Newsletter abonnieren
Ermöglichen Sie mit einer Spende unsere weitere Menschenrechtsarbeit



