SOS Mitmensch-Bericht: Rechtsextreme FPÖ-Verflechtungen erreichen 2025 neuen Höchststand
Eine aktuelle Erhebung von SOS Mitmensch zeigt: Die Dichte an rechtsextremen Verflechtungen der FPÖ hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Wir haben weit über 160 Vernetzungs- und Förderaktivitäten der FPÖ in Bezug auf rechtsextreme Szenen im In- und Ausland registriert. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor.
--> Dossier mit 450 FPÖ-Rechtsextremismus-Verflechtungen zum Herunterladen
FPÖ als Vernetzungs- und Förderanstalt für rechtsextreme Szenen
„Die FPÖ ist zu einer Vernetzungs- und Förderanstalt für verfassungsgefährdende Szenen geworden. Das betrifft die Verschmelzung mit Akteuren der rechtsextremen ‚Identitären Bewegung‘ ebenso wie Verbindungen zu jenen Teilen der AfD, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werden. Und es umfasst die Unterstützung für verfassungsfeindliche und antisemitische Medienkanäle“, zeigt sich SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak über die sich weiter beschleunigende Radikalisierung der FPÖ besorgt.
Über 160 Vorfälle im heurigen jahr
SOS Mitmensch hat für die vergangenen zwölf Jahre insgesamt mehr als 450 Verflechtungen der FPÖ mit rechtsextremen und verfassungsgefährdenden Szenen dokumentiert. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2024 wird im heurigen Jahr mit weit über 160 Vorfällen noch einmal deutlich übertroffen.

FPÖ-Rechtsextremismus-Verflechtungen von 2014 bis zum Jahr 2025
Von Kickl abwärts mehr als 110 FPÖ-Personen involviert
FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl, die beiden FPÖ-EU-Abgeordneten Petra Steger und Gerald Hauser sowie FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker würden aktuell die höchste Dichte an Vernetzungsaktivitäten mit rechtsextremen und teilweise auch antisemitischen Szenen aufweisen, so SOS Mitmensch. Insgesamt seien in den vergangenen Jahren mehr als 110 zum Teil hochrangige Personen aus der FPÖ in Rechtsextremismus-Vernetzungen involviert gewesen.
Keine Machtpositionen an radikalisierte Parteien
„Wir können nur eindringlich vor der Gefahr politischer Radikalisierungstendenzen warnen. Parteien und Personen, die mit verfassungsgefährdenden Szenen verflochten sind, sollten nicht mit machtvollen politischen Ämtern ausgestattet werden“, fordert SOS Mitmensch-Sprecher Pollak klare rote Linien.
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