Unverzeihliche Hetze gegen Menschen aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft
Wir sind von Boulevardmedien Schlimmes gewohnt, aber das, was jetzt gerade passiert, ist unverzeihlich. Die Kronenzeitung hat sich zum Erfüllungsgehilfen einer Partei gemacht, die nichts anderes im Sinn hat, als niederträchtigsten Hass zu sähen. Aufbauend auf einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ, hat die Krone einen der übelsten Hetzartikel der vergangenen Jahre fabriziert, gerichtet gegen hier lebende und hier kranken- und unfallversicherte Spitalspatient:innen, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
800 Millionen Spitalsleistungen verschwiegen
Die Krone hat Patient:innen die herabwürdigende Bezeichnung „Spitals-Touristen“ verpasst und in einem doppelseitigen Beitrag ihre Inanspruchnahme von 22 Millionen Spitalsleistungen skandalisiert. 22 Millionen in zehn Jahren, das klingt nach sehr viel. Doch FPÖ und Krone verschweigen, dass in diesem Zeitraum in Österreich insgesamt mehr als 800 (!) Millionen Spitalsleistungen erbracht wurden. Die Leistungen an die diffamierten Menschen mit Staatsbürgerschaften aus einigen Dutzend Ländern (alle afrikanischen Länder, Afghanistan, Indien, Irak, Iran, Pakistan, Syrien, Türkei, Ukraine) machten gerade einmal 2,75 Prozent aus!
Fatale Rolle von Boulevardmedien
Gegen Gesundheitsleistungen für Menschen Stimmung zu machen ist menschenverachtend! Besonders entlarvend ist, dass gerade gegen jene Menschen gehetzt wird, die laut Statistik Spitalsleistungen weit unterdurchschnittlich oft in Anspruch nehmen. Dass die FPÖ angesichts ihrer Mission, das Land zu spalten und aufzuhetzen, auf Menschenwürde und Fakten pfeift, ist leider nicht überraschend. Dass reichweitenstarke Boulevardmedien, die hohe Presseförderungen beziehen, dabei nicht nur mitspielen, sondern Hassbotschaften auch noch zusätzlich befeuern, ist jedoch fatal.
Braucht noch mehr Aufklärung und Gegendruck
Es gab zahlreiche Richtigstellungen, insbesondere in Sozialen Medien. Deren Reichweite war hoch, aber bei weitem nicht hoch genug. Unser Faktenposting wurde auf Facebook und Instagram von vielen Menschen geliked und geteilt. Doch es braucht noch mehr Aufklärung und noch mehr Druck auf Medien, journalistisch korrekt zu berichten. Wir dürfen nicht schweigend hinnehmen, wenn Medien die Hassagenda von rechtsextremen Parteien übernehmen. Auch dem Presserat kommt hier eine wichtige Rolle zu!
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