Haimbuchners Ausgrenzungsideologie steht im Widerspruch zu demokratischen Werten!
SOS Mitmensch übt scharfe Kritik an einem unter dem Namen des oberösterreichischen Vize-Landeshauptmanns Manfred Haimbuchner abgesetzten Facebook-Posting, das in Österreich zur Welt gekommene Kinder, die von im Ausland geborenen Müttern stammen, kollektiv negativ abstemple. Haimbuchners Posting erinnere an „Blut und Boden“-Ideologie, wie sie auch das von ihm einst bejubelte und inzwischen erstinstanzlich wegen Nazi-Wiederbetätigung verurteilte „Aula“-Magazin vertreten habe, so die Menschenrechtsorganisation.
Brandgefährliche Ausgrenzungs- und Stigmatisierungs-Ideologie
„Herr Haimbuchner stempelt alle hier lebenden Menschen, deren Mutter, so wie etwa meine Mutter, nicht in Österreich geboren wurden, kollektiv zu unerwünschten Personen ab. Das ist eine brandgefährliche Ausgrenzungs- und Stigmatisierungs-Ideologie, die mit demokratischen Werten absolut unvereinbar ist“, kritisiert SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak.

Beleg-Screenshot von Haimbuchners Hassposting (durchgestrichen von der Redaktion)
Haimbuchner war Unterstützer der naziideologisch ausgerichteten "Aula"
Pollak verweist auf die frappanten Parallelen zwischen Haimbuchners Abstammungsideologie und der Ausrichtung des von Haimbuchner über Jahre unterstützten und kürzlich nicht rechtskräftig wegen Nazi-Wiederbetätigung verurteilten „Aula“-Magazins. Zu der Ideologie, die die „Aula“ vertrat, zählte laut Pollak unter anderem, dass jegliche Integration und „Vermischung“ aus rassistischen Überlegungen abgelehnt und teilweise sogar wörtlich mit „Völkermord“ gleichgesetzt worden seien. Recherchen von SOS Mitmensch würden zeigen, dass Haimbuchner das mit Neonazis und Holocaustleugnern sympathisierende und im naziideologischen Spektrum agierende Magazin nicht nur öffentlich bejubelt habe, sondern auch als Verfasser eines Leitartikels der „Aula“ aufgetreten sei.
Jubelstatement von Haimbuchner für die mit Neonazis sympathisierende "Aula" (2011)
Leitartikel von Haimbuchner für die "Aula" kurz nachdem das naziideologisch auftretende Magazin KZ-Überlebende als "Massenmörder" und "Landplage" wüst beschimpft hatte (2015)
Geburtsort der Mutter als "Negativ"-Kategorie
In seinem Posting nimmt Haimbuchner den Anteil der in Österreich geborenen Kindern „von Müttern, die im Ausland geboren wurden“ als Messzahl für eine negative Entwicklung, die in Oberösterreich vermieden werden solle. Auch „Menschen mit Migrationshintergrund“ werden in Haimbuchners Postingtext als negative Kategorie erwähnt. Dazu wird von Haimbuchner ein Bild mit der Hand eines neugeborenen Babys eingeblendet, auf dessen Armband der Name „Mohammed“ steht.
Diskriminierung und Entmenschlichung drohen
„Wenn Menschen allein aufgrund des Geburtsorts ihrer Mutter zu Aussätzigen erklärt werden, die man nicht im Bundesland haben wolle, dann ist das genau jene rassistische Ideologie, die von Grund auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verbreitet. Von dort ist es zu Diskriminierung, Entmenschlichung und im schlimmsten Fall auch verbrecherischen Handlungen nicht mehr weit“, warnt Pollak.

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