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Stahlgewitter der Erlösung

Neuerdings ist der Wutbürger in die Chefetagen eingedrungen. Er ballt die Faust am Schreibtisch und sieht dem Abenteuer der Existenz kalt von der eigenen Dachterrasse ins Auge.
Eine Kolmne von Martin Schenk

 

„Lieber bessere Zeiten und schlechte Musik“, sagt der Sänger Bernd Begemann. Ich persönlich hätte auch nichts gegen bessere Zeiten und gute Musik. Auf die besseren Zeiten müssen wir aber noch warten. Denn: Alles soll anders werden, aber nichts darf sich ändern. Eine aufmüpfige Resignation prägt seit Jahren das Land. Die Auflehnung gegen „die Mächtigen“ erscheint als Sehnsucht nach Anerkennung durch sie. Das depressive Bewältigungsmuster des Raunzens statt der Frechheit von unten, Millionen Wohnzimmer-Kommentatoren mit Senf zu allem, ohne selbst Verantwortung zu tragen; alles in allem: eine müde Zivilgesellschaft. „So viele glauben, Veränderung allein könne nicht helfen, es muss schon Erlösung sein.“, analysiert der Schriftsteller Karl-Markus Gauß. „Das Unangenehme an der Veränderung ist, dass die Menschen sie selber zu erwirken haben, das Angenehme an der Erlösung hingegen, dass sie einem widerfährt – von oben, von außen-, jedenfalls von einer Macht, der man sich zu seinem eigenen Besten nur ergeben braucht.“
Der Auftritt der Zivilgesellschaft ist nun der Versuch, ein Paradoxon zu entwerfen: den nichtstaatlichen Citoyen. Nicht nur WirtschaftsbürgerIn sein, nicht nur alle vier Jahre StimmbürgerIn, sondern von dem Ort aus, den wir wählen, öffentlich Handelnde. Dem paternalistischen Modell von BürgerInnengesellschaft, das Gemeinsinn von oben verordnen will, setzen wir Engagement entgegen, das Menschen ermächtigt statt sich ihrer bemächtigt. Kein repressives Gemeinschafts-Pathos, das uns Zusammengehörigkeit verordnet, uns in Volksgemeinschaften beschwört, uns zu braven UntertanInnen erzieht.
Neuerdings ist aber auch der Wutbürger in die Chefetagen eingedrungen. Er ballt die Faust am Schreibtisch, macht Revolution nach der Aufsichtsratsitzung und sieht dem Abenteuer der Existenz kalt von der eigenen Dachterrasse ins Auge. Er donnert die Stahlgewitter des Lebens in die Tastatur und verlangt harte Maßnahmen (meist die Anderen betreffend). Gleichzeitig fordert er mit rebellischer Geste vor Belästigungen geschützt zu werden: Flüchtlinge, Bettler, Proleten, ärgerliche Ansprüche und so. Lieber radikale Zeiten ohne Belästigung und dazu gute Musik.
Aber, aber: Ein zivilgesellschaftliches Modell, das von BürgerInnen spricht, aber nur die Eliten meint, ist eine schiefe Sache. Es geht immer auch darum, Ausgeschlossene als Handelnde mit einzubeziehen. Solidarität entstand als direkte Alternative zur Wohltätigkeit. „Die Schwachen“ brachen aus ihrer Situation der Angewiesenheit aus und verweigerten sich der Anerkennung durch „die Starken“. Im Gegensatz zu einer Politik, „jeder an seinen Platz“, geht es darum, mit jenen, die keinen eigentlichen Platz haben, einen zu erkämpfen. Also: Ich hätte nichts gegen bessere Zeiten und gute Musik.

CASTING-AUFRUF
Die Theatergruppe „Wenn es soweit ist“ sucht für ein Theaterprojekt zum Thema Migration, in Kooperation mit dem Volkstheater Wien, Menschen, die nicht in Österreich geboren sind und in Österreich leben. Keine Erfahrung erforderlich! Interessierte melden sich bitte per Mail unter [email protected] oder der Telefonnummer 0676/537 11 40.

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