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Der Name, den man nicht nennt

Professor Dumbledore sagt zu Harry Potter: Keine Angst, nenn‘ die Dinge beim Namen. In unserer Sprache scheint man die Dinge aber schon vergessen zu haben. Warum sonst würden Entlassungen „Freistellungen“ und Schutzsuchende „Schüblinge“ heissen?
Eine Kolumne von Martin Schenk

 

Ich geh ins Kino und schau den Potter-Film. Die Finanzmärkte sind nervös. In London brennen die Straßen. Alles an einem Tag. Und ich bin auch schon ganz unruhig. Zum Glück war ich zuerst im Kino. Dort gab es einen mächtigen Zauberer namens Voldemort, der nach Harry Potters Leben trachtet und am liebsten die ganze Welt beherrschen will. Die Bewohner der Zauberwelt wagen es gar nicht, Voldemorts Namen auszusprechen. Stattdessen sagen sie „Er, dessen Namen man nicht nennt“ oder „Du weißt schon wer.“ Nur wenige, unter ihnen Harry Potter und der Direktor der Zauberschule Hogwarts, Professor Dumbledore, nennen Voldemort so wie er nun mal heißt. „Nenn ihn Voldemort“, rät ihm Dumbledore. „Nenn die Dinge immer beim richtigen Namen. Die Angst vor einem Namen steigert nur die Angst vor der Sache selbst.“ Kühn gesprochen. Die Angst vor der Sache selbst und vor den Mächtigen hat eine Gehilfin. Die Sprache. Sie sagt zu Entlassungen „Freistellungen“, zur Zwangsernährung in Schubhaft „Heilbehandlung“, zu Arbeitslosen „Ich-AG" , zum Kriegsministerium „Verteidigungsministerium“, zu Pensionsminderung „Pensionssicherung“, zur Kürzung von Sozialhilfe „Erhöhung der Treffsicherheit“, zu Schutzsuchenden „Schübling“, zur massenhaften Tötung von Menschen „Kollateralschaden“, zur Freiheitsbeschränkung für Einkommensschwache „Liberalisierung“, zu zielgerichteten Zerstörungsmaschinen „intelligente Waffensysteme“, zu Menschen im Krieg „weiche Ziele“, zu Auffanglagern für Flüchtlinge in Afrika „Begrüßungszentren“, zu Abschiebehaft „Ausreisezentrum“, zur wachsenden Schere zwischen arm und reich bloß „Unterschicht“, zur Belastung Ärmerer „notwendige Anpassungen“, zur erfreulichen längeren Lebenserwartung „Überalterung“. Das Absacken von Aktienkursen heißt „Gewinnwarnung“, die Schließung von Postämtern oder Reduzierung von Dienstleistungen in strukturschwachen Regionen heißt „Angebotsoptimierung“, Niedriglöhne, von denen niemand leben kann, heissen „Differenzierung der Lohnstrukturen“, Verschlechterungen und Rückschritte heissen neuerdings „Reform“. Zu Lohnkürzungen soll man jetzt sagen: „Juhu, mein Gehalt wurde gerade reformiert.“ Und dann die Märkte. Die sind immer schlecht aufgelegt. Einmal sind die Märkte nervös, dann sind die Märkte misstrauisch, dann abwartend. Die Märkte ächzen, die Märkte sind verstört, die Märkte sind irritiert. Die Märkte sind vor dem Zusammenbruch, die Märkte sind panisch, die Märkte sind unruhig. Wären die Märkte zu mir in die Beratung gekommen, ich hätte schon früher, längst vor der Krise, geraten etwas zu ändern, dass das nicht gut geht mit ihnen, so nervös, dass man da zusammenbricht. Schaut stark nach depressiver Angststörung aus. Da lob ich mir den Potter. Die Finanzmärkte unruhig. Brennende Probleme in London. Alles an einem Tag. Zum Glück war ich als erstes im Kino.

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